Die Globalisierung ist keine neue Erscheinung, aber ihre entfesselte Form widerspricht den ethischen Forderungen der gemeinsamen Sache. Der Schuster und der Schneider sind aus Europa verschwunden. Stattdessen sterben ausgebeutete Textilarbeiter in Fabriken irgendwo auf der Welt, die einem modernen, globalisierten Manchesterkapitalismus gleichen.
Die Wirtschaft orientiert sich scheinbar rational am billigsten Standort, ohne Rücksicht auf die Sinnhaftigkeit oder die ethischen Folgen. Der Transport ist in dieser Gesellschaftsordnung zu billig geworden. Containerschiffe, deren Motoren Abgase in die Atmosphäre blasen, die in keiner europäischen Stadt erlaubt wären, sind das Symbol dieser entgrenzten, verantwortungslosen Rationalität.
Jeder einzelne Staat ist auf seinen Vorteil bedacht und würdigt eine Weltgesellschaft keines Blickes.
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