Die Gemeinsamkeit als einziger Weg

Die einzige mögliche Antwort auf die Komplexität und die fehlende Gewissheit ist die gemeinsame Zusammenarbeit und die Teilung des jeweiligen Wissens. Wir wissen zwar, dass jeder irrt, aber wir wissen nicht, was wir schaffen könnten, wenn wir wirklich alle gemeinsam an einer Sache – unserer aller Sache – arbeiten würden.

Der Krieg und die Macht waren uns von jeher immer wichtiger als die Gemeinsamkeit aller Menschen. Hier zeigt sich die moralische Leere der Elite, für die es gerade für Intellektuelle schwer ist einzusehen, dass ein Wachkomapatient dieselben Mitspracherechte haben soll wie ein Bundeskanzler.

Eine Elite meint, mit ihrem besseren Vermögen – sei es intellektuell oder finanziell – die Herrschaft begründen zu können. Doch die Geschichte ist ein Zeugnis dafür, dass Eliten uns schon immer in das Verderben geführt haben. Weder Putin noch Poroschenko sterben in der Ukraine. Die philosophische Erkenntnis, dass wir alle irren, muss zur politischen Ethik werden, die absolute Gleichheit im politischen Handeln fordert und die gemeinsame Sache als kollektiven, fehlbaren und dennoch notwendigen Prozess versteht.

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