Die UNESCO versucht zurecht, das immaterielle Kulturerbe der Weltgesellschaft zu schützen: mündlich überlieferte Traditionen, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche und traditionelle Handwerkstechniken. Doch wie bei den Menschenrechten fehlt in der täglichen Politik der Respekt vor diesen Werten.
Die industrielle Produktion und die Wirtschaftlichkeit sind jeweils weit wichtiger als die unterschiedlichen Kulturerben. Es scheint, als könnten wir es uns nicht leisten, vergangene Schaffensformen zu pflegen und aufrechtzuerhalten.
Kulturpolitik wird dabei oft nur als Kunstpolitik betrieben – gefördert wird, was die Mehrheit und die jeweilige Elite unter „Kultur“ verstehen. Dabei wären gerade die aussterbenden Minderheitskulturen besonders förderungswürdig.
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