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  • Angst vor Gleichheit und die Zerstörung des Mittelstands

    Die Eliten höhlen die Würde des Menschen Stück für Stück aus, weil es ihnen nicht passt, dass alle Bürger die gleichen Rechte haben sollen. Sie fürchten darum, dass ihre Kinder weniger Chancen haben, wenn alle gleiche Chancen erhalten – also muss die Macht gesichert werden. Dass die Zivilisation darüber zugrunde gehen könnte, ist ihnen gleichgültig.…

  • Der zivilisatorische Zyklus der Elitenbildung

    Die Zivilisation endet, wenn nicht mehr alle daran beteiligt sind. Eliten, die die Beteiligung aller Bürger hintertreiben, beenden auf lange Sicht die Zivilisation selbst. Die Geschichte zeigt, dass die Beteiligung aller immer dann am stärksten war, wenn die Barbarei gerade überwunden wurde – die Durchlässigkeit und Selbstorganisation erreichten ihren Höhepunkt. Doch es dauert keine zwanzig…

  • Die Zivilisation: Die dünne Decke derGleichheit

    Die Zivilisationsdecke ist extrem dünn. Weder hat sich ein Weltbürger durchgesetzt, noch herrscht eine gemeinsame Anschauung der Welt. Zivilisation wird erst durch die Gesamtheit der Entscheidungen ihrer Bürger, der polites, herausgebildet. Die Zivilgesellschaft ist ihrem Wesen nach eine Bürgergesellschaft. Zum Buch

  • Die Kulturlosigkeit der Überflutung

    Dieser rasende Verfall wichtiger Informationsträger in Kombination mit der Flut der kulturellen Schöpfungen führt dazu, dass wir kulturlos werden. Wir verlieren die Fähigkeit, nachzuvollziehen, was auf die Menschen vor der großen Barbarei des Zweiten Weltkriegs einwirkte. Die Zerstörung des kulturellen Gedächtnisses durch Vernachlässigung und technologisches Diktat ist eine direkte Folge des globalen Manchesterkapitalismus und der…

  • Das Diktat des Wandels und der Verlust derNachhaltigkeit

    Kultur und Gesellschaft sind eng miteinander verknüpft und einem stetigen, sich beschleunigenden Wandel unterworfen. Vor achthundert Jahren nähten wir unsere Kleider selbst; im Zeitalter des Hauptmanns von Köpenick war der Schneider noch selbstverständlich; heute ist die gesamte Kleiderproduktion in Konfektionsgrößen irgendwo in Bangladesh und China angesiedelt. Die Geschwindigkeit dieses Wandels ist verheerend. Kaum ist eine…

  • Kultur als immaterielles Erbe und fehlender Respekt

    Die UNESCO versucht zurecht, das immaterielle Kulturerbe der Weltgesellschaft zu schützen: mündlich überlieferte Traditionen, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche und traditionelle Handwerkstechniken. Doch wie bei den Menschenrechten fehlt in der täglichen Politik der Respekt vor diesen Werten. Die industrielle Produktion und die Wirtschaftlichkeit sind jeweils weit wichtiger als die unterschiedlichen Kulturerben. Es scheint, als könnten wir…

  • Die Kultur: Die Vernachlässigung der Vielfalt und der rasende Verfall

    Die Kultur umfasst die unsichtbaren Regeln, die unser Zusammenleben formen – ob wir mit Messer und Gabel, mit Stäbchen oder mit Händen essen, ob wir Hände schütteln oder uns umarmen. Diese Regeln sind in der jeweiligen Kultur verankert und bedürfen keiner staatlichen Gesetze. Multikulturelle Umgebungen sind immer Kompromisse, da man nicht gleichzeitig mit den Händen…

  • Die Homogenisierung der Weltgesellschaft

    Vor zweihundert Jahren gab es noch Nischen mit tatsächlich anderen, alternativen Kulturen. Heute leben wir in einer Weltgesellschaft. Zwar gibt es noch Unterschiede, aber innerhalb börsennotierter Weltunternehmen sind diese minimal. Allein die Art des Wirtschaftens ist weltweit identisch, wenn ein Unternehmen an der New Yorker Börse gelistet sein will. Diese Homogenisierung des Denkens und Handelns,…

  • Die Begrenzung der Erfahrung

    Doch es scheint nichts zu nützen: Der Mensch neigt dazu, sich in die gleiche Richtung zu entwickeln, sobald der letzte Krieg nur weit genug entfernt ist und die letzten Überlebenden gestorben sind. Es ist kaum hundert Jahre her, dass Bündnispartner aufgrund eines Einzeltäters in den weltweiten Krieg zogen. Die Geschichten dieser Kriege werden zwar erzählt…

  • Die Fragilität der Tradition

    Wir sind nicht messbar intelligenter oder schlauer als ein Mensch von vor 35.000 Jahren. Alles, was wir sind, verdanken wir letztlich der Möglichkeit, Wissen zu tradieren und über Generationen weiterzugeben. All dies kann aber auch verloren gehen. Die Überheblichkeit, mit der wir beispielsweise das europäische Mittelalter betrachten, ist dieselbe Überheblichkeit, mit der China kolonisiert werden…