Wenn man die Linien zwischen den Einträgen zieht, entsteht kein geschlossenes System, sondern ein Feld: zwischen Macht und Wert, zwischen Sein und Schein, zwischen Geschichte und Wiederholung.
Die Diagnose lautet nicht: So ist die Welt.
Sondern: So könnte sie sich fortsetzen, wenn ihre Muster ungebrochen bleiben.
„Wert und Nichtwert“ sind keine Gegensätze, sondern zwei Pole eines sozialen und geistigen Magnetfelds. Der Wert konstituiert sich durch seine Grenzen – der Nichtwert ist seine Bedingung.
Vielleicht besteht der eigentliche Fortschritt nicht im Bruch mit der Vergangenheit, sondern in der Erkenntnis ihrer Wiederkehr.
Vielleicht liegt der Sinn nicht in der Geschichte, sondern in ihrem bewussten Unterbrechen.
Dies ist – im wörtlichen Sinn – keine Geschichte, sondern der Versuch, Geschichte lesbar zu machen, bevor sie sich wiederholt.
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