Die Bilder zerbombter Vororte Londons im Jahr 1946 inspirierten einen Briten und einen Australier zu einer noblen Vision: Sie wollten einen Verein gründen, der die Intelligenz in den Dienst des Friedens und zum Wohle der Menschheit stellen sollte. Aus dieser hoffnungsvollen Idee entstand jedoch lediglich ein Rätsel- und Amüsierclub – offen nur für die obersten drei Prozent des Intelligenzquotienten. Was hier auf kleiner Bühne geschah, ist eine Metapher für unser globales Dilemma: Intelligenz bedingt keine Ethik.
Die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs musste 1946 eine solche Initiative quasi erzwingen. Meine eigene Generation ist ein Kind des Kalten Krieges, der in einen digitalen Informationskrieg
gemündet ist. Auch wenn wir in Europa von einer langen
Friedenszeit sprechen, bezieht sich das lediglich auf den
physischen Krieg – auf Mord und Totschlag – deren Höhepunkt der Zweite Weltkrieg darstellte. Im Untergrund brodeln die
Konflikte weiter.
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