Die unentrinnbare Subjektivität: Sprache, Standpunkt und die Res Publica

Die gemeinsame Sache erfordert eine Investition in die Ethik der Intelligenz, doch diese Investition wird durch eine fundamentale Hürde erschwert: Wir können uns selbst nicht von außen betrachten. Die Bibliotheken sind überreich an Abhandlungen über die Gesellschaft, die Polis und die Politik. Es verhält sich damit wie mit der Betriebs- und Volkswirtschaft: Es existieren zwar zahlreiche Rezepte, doch niemand weiß letztlich wirklich, wie das Zusammenleben der Menschen funktioniert.

Das tiefste Hindernis bei der Erforschung unserer eigenen gesellschaftlichen Mechanismen ist ein einfaches: Der Mensch kann sich nicht von außen beobachten, er kann nicht aus seiner Haut. Jeder von uns ist unentrinnbar Teil der Menschheit. Während die außermenschlichen Gegenstände der Untersuchung vergleichsweise leicht zugänglich sind, bleibt uns die Interaktion aller unserer eigenen Teile, das soziale Ganze, weitgehend verborgen.

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