Heute entsteht jedoch das Gefühl, all diese Bemühungen seien umsonst gewesen. Wir gerieren uns, als ob die bloßen Worte messbar wären. Die Natur- und Ingenieurswissenschaften dominieren die Wahrnehmung von Wahrheit. Jene Wissenschaften jedoch, die wirklich wichtig wären, um menschliche Katastrophen zu verhindern – die Geistes- und Sozialwissenschaften – in sie investieren wir kaum noch einen Cent.
Bevor wir Geld in den nächsten Teilchenbeschleuniger stecken, dessen Abfallprodukt die Kampfdrohne in den Krieg schickt, müssen wir uns fragen, wohin es mit der gemeinsamen Sache überhaupt gehen soll.
Im Grunde suchen wir nach einer dickeren Tür, die dem Einbrecher das Eindringen erschwert. Wir sammeln immer mehr Daten, um bessere Prognosemodelle des menschlichen Verhaltens zu erstellen. Das mag die Tür dicker machen, aber es löst nicht das grundlegende Problem menschlicher Gier, Arroganz und fehlender Ethik. Eine nichteuropäische Kultur akzeptierte einst einen quergelegten Stock als Tür, weil Diebstahl in ihrer Gemeinschaft schlicht nicht vorgesehen war.
Die gemeinsame Sache ist nicht das Sammeln von Daten oder die Entwicklung von Tötungsmaschinen; sie ist die Investition in die Ethik der Intelligenz, damit die Vernunft nicht nur kann, sondern auch will – im Dienst des Friedens und des menschlichen Wohls.
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