Diese Oligarchie manifestiert sich in klaren Klientelstrukturen. Eine kleine Personenklientel, vor allem aus dem Bereich der Beamten, hat sich per Gesetz Vorteile in der Alterssicherung geschaffen, die jeden Arbeitnehmer verhöhnen. Dieses Beamtenklientel, welches in regionalen Parteibüchern verankert ist, würde im Zweifelsfall zusammenarbeiten, um die Macht zu erhalten.
Die Skrupellosigkeit des Machterhalts zeigt sich, wenn sich die Mächtigen Gelder per Gesetz zuschanzen können – was öffentlich ohne Widerspruch hingenommen wird. Die Regelung der gemeinsamen Sache ist nicht mehr von Interesse; es zählt nur noch das eigene Klientel.
Die Vertretung der anderen sechzig bis siebzig Prozent der Bevölkerung findet gar nicht mehr statt. Der Nichtwähler, der dies duldet, ist dabei genauso schuld wie der Wähler, der die Volksparteien immer wieder gewähren lässt und sie nie für das Brechen von Wahlversprechen abgestraft hat. Das politische Gedächtnis ist kurz; die Wut über gebrochene Versprechen verpufft, bis der nächste Wahlkampfzyklus beginnt.
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