Wert als Differenz: Mouffe betont die inhärente Konflikthaftigkeit von Werten. Sie sind relational, weil sie in politischen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Gruppen relevant werden.1
Werte als Setzung: Werte entstehen in der Praxis politischer Aushandlung, nicht als fertige Normen. Sie sind immer prozessual und abhängig von Machtkonstellationen.2
Gefährliche Setzungen: Mouffe warnt vor autoritären oder harmonistischen Wertvorstellungen, die Andersdenkende ausschließen. Demokratie lebt von der Anerkennung legitimen Andersseins und offener Konflikte.3
Werte als Axiome: In agonistischen Demokratien werden Werte nie absolut fixiert. Sie sind Grundlage für politische Praxis, aber immer diskursiv und überprüfbar.4
1Chantal Mouffe, The Democratic Paradox (London: Verso, 2000), Kap. 1.
2Ebd., Kap. 3: „Agonistic Pluralism“.
3Chantal Mouffe, On the Political (London: Routledge, 2005), S. 22–56.
4Ebd., S. 57–84.
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