Nancy Fraser: Werte, Gerechtigkeit und Macht

Wert als Differenz: Fraser analysiert Werte in Relation zu materieller Verteilung und kultureller Anerkennung. Werte entfalten sich im Spannungsfeld gesellschaftlicher Interessen.1

Werte als Setzung: Werte spiegeln Machtverhältnisse und Kämpfe um Anerkennung wider; sie entstehen gesellschaftlich, nicht neutral.2

Gefährliche Setzungen: Fraser betont die Notwendigkeit kritischer Reflexion, um die Folgen destruktiver Wertsetzungen sichtbar zu machen. Werte können sonst bestehende Ungleichheiten stabilisieren oder verschärfen.3

Werte als Axiome: Für Fraser sind Werte sozial eingebettet und immer auf Gerechtigkeit und Demokratie bezogen. Sie sind notwendig für Orientierung, aber niemals isoliert gültig.4

1Nancy Fraser, Redistribution or Recognition? A Political-Philosophical Exchange (London: Verso, 2003), Kap. 2.

2Ebd., Kap. 3: „Social Justice and Value Conflict“.

3Nancy Fraser, Scales of Justice (New York: Columbia University Press, 2008), S. 35–72.

4Ebd., S. 73–101.

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